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Zweite Fermentation
Seegemeinden an der Goldküste

Fermentation - Lagerung - Vorbereitung des Tabaks

Die zweite Fermentation
Die Blätter werden wieder in Bündeln zusammen gefasst und in meterhohe Stapel (Burros) eingefügt. Der Tabak durchläuft eine chemische Veränderung, die seinen Geschmack und sein Aroma vorteilhaft zur Geltung bringt, während die restlichen Fremdstoffe abgebaut werden. Die zweite Fermentation ist stärker als die erste und dauert bis zu 60 Tagen. Die Deckblätter werden am kürzesten fermentiert.

Die Lagerung
Nach einigen Ruhetagen auf Belüftungsgestellen wird der Tabak zu Ballen (Tercios) gepresst, welche mit Palmrinde oder Bananenblättern umwickelt werden. Diese Ballen werden an die örtlichen Sammelstellen geliefert, welche dem Staatsmonopol HABANOS unterstellt sind. Ab diesem Zeitpunkt übernimmt der Staat Kuba die Weiterverarbeitung des Tabaks. Die Tercios werden bis zu drei Jahren - für einige Formate sogar noch länger - in Lagerhäusern aufbewahrt, bis sie von den Zigarrenfabriken benötigt werden. Durch die Lagerung wird Geschmack und Aroma des Tabaks noch weiter verfeinert.

Die Vorbereitung des Tabaks
Die Deckblätter werden befeuchtet, damit sie geschmeidig und glatt sind; danach werden sie über Nacht aufgehängt, damit sich die Feuchtigkeit gleichmässig verteilen kann. Am nächsten Tag entfernen die Entripperinnen (Despallidores) die Mittelrippen, indem sie die Tabakblätter halbieren. Als nächstes werden die Blätter von den Sortiererinnen (Rezagadoras) nach Grosse, Farbe und Struktur in Stapel aussortiert. Umblatt und Einlage benötigen keine Befeuchtung. Die verschiedenen Blattarten haben unterschiedliche Reifezeiten; der Mischmeister überwacht aufmerksam die Entwicklung jeder Sorte. Danach kommen die Blätter in die Mischabteilung, wo unter strengen Sicherheitsvorkehrungen der Mischprozess stattfindet. Hier werden die sorgsam gehüteten Geheimrezepte für jede Habanos-Marke aufbewahrt. Den Zigarrenrollern (Torcedores) werden Mischungen ausgehändigt, die für die Herstellung von 50 Zigarren reichen.

Die Zigarrenherstellung
Das Herz jeder Zigarrenfabrik ist die „Galera". Hier kreieren die Torcedores die verschiedenen Sorten und Formate. Die einzigen Werkzeuge sind ein Holztisch, eine scharfe Klinge (Chaveta), eine Guillotine, ein Töpfchen mit natürlichem pflanzlichen Klebstoff und - vor allem - die geschickten Finger. Jeder Torcedor ist in der Lage, täglich etwa 120 Habanos zu rollen, welche die vorgeschriebenen Längen und Durchmesser perfekt einhalten. Muster seiner Arbeit werden von Qualitätskontrolleuren regelmässig überprüft. Werden die Zigarren nicht für gut befunden, ist das für den Torcedor eine ernste Angelegenheit, denn er wird nach Stück bezahlt.


Quelle: Don Cigarro 8702 Zollikon


 

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