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Untersuchungsresultate
Seegemeinden an der Goldküste

UNTERSUCHUNGSRESULTATE

Grundlagen zur Beurteilung der Wasserqualität mit Kieselalgen
Prinzip der Bioindikation
Jede Kieselalgenart ist auf die von ihr bevorzugten Lebensbedingungen mehr oder weniger spezialisiert. An einer Untersuchungsstelle werden sich deshalb jene Arten behaupten, die am besten an die Umgebungsbedingungen angepasst sind. Wenn die bevorzugten Lebensbedingung der einzelnen Arten bekannt sind, kann eine Probenahmestelle wiederum aufgrund der biologischen Befunde charakterisiert werden.

Bedeutung der Wasserqualität
Die Zusammensetzung der Kieselalgen auf Steinen in Fliessgewässern weist eine besonders starke Abhängigkeit zur Wasserqualität auf. Unterschiede in der Ökomorphologie sind von weit geringerer Bedeutung, als dies beispielsweise bei den Makroinvertebraten der Fall ist. Während chemische Stichproben nur Auskunft über den aktuellen Zustand in der fliessenden Wasserwelle geben, erlauben biologische Untersuchungen Aussagen über längere Zeiträume. Die Dauer dieses Zeitraumes hängt von der Länge der Generationszeiten ab, welche bei Kieselalgen zwischen einem und mehreren Tagen liegen. Auf Veränderungen der Wasserqualität reagieren Kieselalgen mit charakteristischen Verschiebungen des Artenspektrums und der relativen Arthäufigkeiten, wobei sich nach wenigen Wochen wieder eine stabile Gemeinschaft einstellt.

Untersuchungsmethode
Im Rahmen des vom BUWAL veröffentlichten Modul-Stufen-Konzeptes wurde ein neuer Kieselalgenindex entwickelt, der bei den vorliegenden Untersuchungen zur Anwendung kam. Basis dafür war eine Datenbank mit rund 1600 Zähllisten von Proben aus schweizerischen Fliessgewässern. Allgemeine Zielsetzung war eine biologische Charakterisierung der Gewässerbelastung mit einem bekannten Bezug zu chemischen Parametern, welche die anthropogene Stoffbelastung anzeigen. Im Speziellen geht es um die Überprüfung der ökologischen Zielsetzung gemäss der neuen Gewässerschutzverordnung (Anhang 1, Art. 1, Abs. 1), welche lautet: Die Lebensgemeinschaft von Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen oberirdischer Gewässer sollen eine Vielfalt und eine Häufigkeit der Arten aufweisen, die typisch sind für nicht oder nur schwach belastete Gewässer des jeweiligen Gewässertyps.

Untersuchung1Untersuchung2Untersuchung3

Quelle: BUWAL Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft


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