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Fische im Zürichsee
Seegemeinden an der Goldküste

DAS FISCHLEBEN

Das Leben im Wasser unterscheidet sich ganz wesentlich von demjenigen an Land. Ein Vergleich zwischen Wasser- und Landlebewesen ist nur mit Vorbehalten möglich. Beim Fisch zeigen insbesondere die Körperschutzhülle, der Bau und die Arbeit der Bewegungsorgane, der Gleichgewichtsapparat, wie aber auch das Sinnesleben und vor allem die Atmungseinrichtungen, viele Anpassungen an das Leben im Wasser. Ein direkter Vergleich mit entsprechenden Organen von Luftlebewesen ist nicht möglich. Das Wasser wirkt auf die Wassertiere und deren Bau einschneidend ein. Bei den Fischen tritt als Grenzschicht zwischen Körperoberfläche und umgebendem Wasser eine schützende Schleimschicht, die von den Schleimzellen in der Oberhaut gebildet wird. Sie verkleinert die Reibung mit dem umgebenden Wasser. Dieser Schleim schützt den Fisch aber auch gegen Krankheitskeime und andere den Fischkörper bedrohende Umwelteinflüsse. Wasser ist 800mal dichter als Luft. Der Wasserdruck wirkt auf die Wasserlebewesen viel stärker ein als der Luftdruck auf die Landlebewesen.

Das Wasser ist infolge seiner Dichte auch viel tragfähiger als die Luft. Viele Organismen können sich deshalb in ihm in der Schwebe halten. Andere, deren spezifisches Gewicht das des Wassers übertrifft, sinken auf den Wassergrund ab und können sich nur unter Schwimmbewegungen gegen die Schwerkraft in der Freiwasserregion halten. Zu den Bodenfischen gehören beispielsweise die Groppe und die Grundel. Die Fische weisen je nach ihrem besonderen Lebensraum unterschiedliche äussere Formen auf. Torpedoförmige Körper besitzen vor allem die kräftigen, schnellen Schwimmer; es sind Fische, welche in Fluss- und Bachläufen den stärksten Strömungswiderstand zu überwinden vermögen (Forellen, Alet, Elritze). Ganz andere äussere Körperformen trifft man bei den Bodenfischen an. Diese sind meistens abgeplattet und besitzen typische unterständige Mäuler für die Nahrungsaufnahme vom Gewässergrund. Die Fische der Freiwasserregion stehender Gewässer bewegen sich oft sehr langsam fort und besitzen eine seitliche Abflachung (Rotauge, Brachsmen, aber auch gewisse Felchentypen).


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