Tinca tinca
Lokalnamen
Schlei, Schleie, Schli.
Körper
Der Körper ist eher gedrungen mit endständigem Mund und zwei kurzen Barteln an den Mundecken, kleine Schuppen. Färbung meist dunkelgrün mit Messingglanz. Die Schleie bewohnt stille Seen, Weiher und Teiche. Sie stellt wenig Ansprüche an die Wassergüte und ist ein typischer Allesfresser. Sie wird sowohl in Gewässern mit üppigem, als auch mit kargem Pflanzenbestand angetroffen. Bei prekären Wassergüteverhältnissen entzieht sie sich auch im Sommer den Gefahren durch Eingraben in den Schlammgrund. Die Fortpflanzung erfolgt im Frühjahr, wobei die Eier an irgendwelche Pflanzen geklebt werden. Sie ist diesbezüglich weniger wählerisch als der Karpfen. Dies ist vermutlich der Grund für das verbreitetere Vorkommen. Die Schleien können auch hohe Wassertemperaturen überleben; sie sollen bei einer Wassertemperatur von 30 Grad inaktiv werden. Wie andere Fischarten verfallen Schleien bei tiefen Wassertemperaturen im Winter in eine Kältestarre. Die Schleien sind typische Beifische der Karpfen; sie wachsen jedoch bedeutend langsamer als die Karpfen. Schleien sind im Kanton Zürich in allen stehenden Gewässern in guter Dichte vorhanden. Der Bestand hält sich auch ohne künstliche Besatzmassnahmen. In allen grösseren Flüssen wie Rhein, Limmat und Töss kommen in gewissen Abschnitten abgewanderte Schleien vor. In der Regel sind Schleien typische Seefische.
Grösse
30-45 cm, max. 60 cm
Gewicht
1-3 kg
ausnahmsweise bis 7 kg
Fruchtbarkeit
80 000-500 000 Eier
vereinzelt bis 900 000 Eier
Verbreitung
In fast ganz Europa. Nach Norden bis zum 61. Breitengrad, im Süden fehlt sie auf der Krim und in Dalmatien. Auch auf anderen Erdteilen eingeführt.
Hauptnährtiere
Larven der After- Frühlingsfliegen der Gattung Nemura , Schlanunschnecken (Lymnea stagnalis - und Mückenlarven der Gattung Culex.![]()