
Probenahme
Bei den Kieselalgenuntersuchungen im Kanton Zürich wird jeweils eine Probenahme am Ende des Winters (Februar bis April) und eine im Herbst (Oktober) durchgeführt. Beprobt werden jeweils 3 bis 5 ca. faust- bis kopfgrosse Steine, die aus dem dauernd benetzten und gut durchströmten Bereich des Fliessgewässers stammen. Zur Entnahme des Materials wird ein mit Neopren- und Gummidichtung versehenes Plexiglasrohr auf eine eher flache Stelle des Steins gedrückt, ins Rohr etwas Wasser gegossen und der Bewuchs mit einem Borstenpinsel gelöst. Das Material der verschiedenen Steine wird in einem Probenahmegefäss vereinigt und bis zur weiteren Verarbeitung konserviert.
Probenaufbereitung und Archivierung
Im Muffelofen wird das organische Material der vorgängig getrockneten Proben verbrannt. Anschliessend wird das Material zur Entfernung von Kalk in Salzsäure aufgenommen und mit Wasserstoffperoxid die Endoxidation durchgeführt. Vom gereinigten Material können nun mit einem Einbettungsharz Dauerpräparate zur mikroskopischen Bearbeitung hergestellt werden. Das verbleibende Material kann in Pulverform gleich wie die Dauerpräparate problemlos über Jahrzehnte gelagert werden und steht somit für Kontrollen oder eine erneute Bearbeitung jederzeit zur Verfügung.
Bestimmung und Zählung
Unter dem Lichtmikroskop erfolgt bei 1000-facher Vergrösserung die Bestimmung der Taxa aufgrund ihrer artspezifischen Schalenmerkmale. Gute Bestimmungsliteratur erlaubt eine detaillierte Unterscheidung der Taxa, erfordert aber Erfahrung des Bearbeiters. Zur Charakterisierung der Probe werden 400 Schalen bestimmt und daraus die relativen Häufigkeiten der vorkommenden Taxa ermittelt.
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Quelle: BUWAL Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft