
Persönlicher Bezug zur Goldküste
Wie lange leben Sie schon in Zollikon?
Seit zwei Jahren.
Wenn Sie nicht in Zollikon geboren sind, was hat Sie in diese Gegend gebracht?
Eigentlich war es ein Zufall. Wir waren ursprünglich im Raum Zürich auf der Suche nach einer geeigneten Lokalität und haben dann diese hier in Zollikon gefunden. Damit waren wir ganz glücklich – und sind es heute noch.
Das rechte Zürichsee Ufer ist auch als Goldküste bekannt. Seit wann existiert für Sie dieser Begriff?
Diesen Begriff kenne ich seit ich mit Zürich zu tun habe, und das sind 20 Jahre. Ich nehme an, dass man sie so nennt, weil es soviel Sonne hat und die reichen Leute hier wohnen. Also trifft sich beides (lacht).
Welches sind die attraktivsten Plätze für Sie persönlich in Zollikon und am rechten Zürichsee Ufer?
Einer der attraktivsten Plätze ist für mich die Region beim Restaurant Ermitage. Was mir früher gut gefallen hat war das Bermuda. Dort war ich zwar schon lange nicht mehr. Ansonsten bin ich wenig in der Natur, wenn überhaupt, dann bestimmt in der Region beim Restaurant Ermitage. Die kleine anliegende Wiese dazwischen finde ich sehr nett.
Wie viele Gehminuten brauchen Sie von zu Hause bis zum nächsten für Sie zugänglichen Platz am Zürichsee?
Ich wüsste gar nicht wo das wäre...doch, in der Nähe des Bahnhof Tiefenbrunnens...ca. 25 Minuten.
Wie nutzen Sie die spezielle Sport- und Infrastruktur in Zollikon und an der Goldküste?
Leider kann ich aus zeitlichen Gründen nicht so oft sportlichen Aktivitäten nachgehen. Das einzige was ich nutze ist der Kraftraum im Goldbachzenter Küsnacht, da er lange offen hat.
Gibt es spezielle Produkte dieser Region, die sie besonders gerne nutzen/ verbrauchen?
Nein.![]()
Bezug auf Ihre Tätigkeit
Mit drei Jahren wollen Jungen in der Regel Lokomotivführer oder Pilot werden. Was war Ihr Traum damals (oder noch)?
Ich kann mich nicht wirklich erinnern. Seit ich denken kann ist Medizin schon immer DAS gewesen für was ich mich interessiert habe.
Wie haben Sie zu Ihrem Beruf gefunden?
Nun, es war so, meine Mutter war Heilpädagogin und Psychologie war das tägliche Thema am Esstisch seit ich denken kann. So gesehen, bin ich mit dem Thema Psychologie aufgewachsen und ein Beruf aus diesem Themenkreis war daher für mich nahe liegend. Ich wollte allerdings eher in die Psychiatrie als in die Psychologie. Nachdem ich mit dem Medizinstudium begonnen hatte, habe ich jedoch sehr schnell herausgefunden das dass nichts ist für mich ist, aber trotzdem hat mich das in die Medizin gebracht.
Sie haben das Zentrum für Ästhetische Medizin. Was macht dieses Zentrum?
Wir haben drei Pfeiler: Anti-Aging Medizin, Gewichtsreduktion und ästhetische Dermatologie.
In der Anti-Aging Medizin geht es darum Alterungsprozesse zu bremsen, oder gewisse Veränderungen, die reversible sind, umzukehren. Der zweite Pfeiler, die Gewichtsreduktion, ist für uns ein sehr bedeutender Pfeiler. Zu diesem Pfeiler gehören konservative Therapien, sprich Diättherapien, medikamentöse Therapien, Ernährungsumstellung, Bewegungsprogramme, sowie invasive Therapien, wie Fettabsaugung. Den dritten Pfeiler, die ästhetische Dermatologie, kann man auch als äusseres Anti-Aging bezeichnen. Wir behandeln Falten, Altersflecken, Besenreiser und sonstige Veränderungen, die mit der Zeit sichtbar werden.
Was war der Ausschlag dieses Zentrum zu Gründen?
Als ich mit der selbständigen Praxistätigkeit anfing, musste ich mich hauptsächlich mit Gewichtsproblemen befassen. Dabei fiel mir auf, dass dies etwas war, das die Menschen sehr stark beschäftigt und von dem es doch keinen spezialisierten Ort gab, wo sich Betroffenen hätten hinwenden können. Das brachte und auf die Idee, ein Zentrum zu gründen, das sich ausschliesslich mit den Thema „Körpergewicht und Körpersilhouette“ auseinandersetzt.
Ich habe dann gesehen, dass Hormone eine sehr wichtige Rolle im Gewichtsreduktionsprozess spielen und bin dadurch auf das Thema Anti-Aging gestossen – zu einem Zeitpunkt, als das hier noch gänzlich unbekannt war. Für die weitere Ausbildung in Anti-Aging Medizin musste ich daher in die USA.
Anti-Aging Medizin und Gewichtsreduktion sind eigentlich zwei Themen, die sich sehr gut kombinieren lassen. Viele Probleme, die man im Alter sieht, sind auf das Gewicht zurück zu führen und lassen sich durch eine Gewichtsreduktion bessern oder zumindest im Verlauf positiv beeinflussen. Anti-Aging und Gewichtsreduktion gehen also oftmals Hand in Hand.
Die ästhetische Dermatologie ist später dazugekommen. Es war allerdings ein Bereich, dessen Integration in unser Zentrum nahe liegend war. Viele Leute die zu mir kamen, wollten nicht nur innerlich sondern auch äusserlich jünger werden. Durch die Gewichtsreduktion und die Anti-Aging Therapie verändert sich oftmals das Selbstvertrauen. Die Leute werden positiver durch ihre Umwelt wahrgenommen und wollen dann natürlich auch durch eine Verbesserung des Aussehens, z.B. des Hautbildes, auf diese Wahrnehmung reagieren.
Unter Anti-Aging versteht man alle Massnahmen, die den Alterungsprozess verzögern oder sogar rückführen und die Vitalität eines Lebewesens zu verbessern. Wie definieren Sie Anti-Aging?
Unter Anti-Aging versteht man Therapien, die den Alterungsprozess bremsen und dadurch die Gesundheit im Alter erhalten oder fördern können. Wir reden in diesem Zusammenhang von der so genannten Morbidity Compression (zu Deutsch: „Krankheitskompression“). Das tönt furchtbar kompliziert, beschreibt jedoch einen sehr einleuchtenden und simplen Sachverhalt: Beim normalen Alterungsprozess unterschreiten Sie irgendwann eine Grenze, unter der das Leben nicht mehr wirklich frei genossen werden kann, sondern wo Sie durch Gebrechen und Krankheit stark beeinträchtigt werden. Durch eine Anti-Aging Therapie wird versucht, diese Lebensqualitätskurve so lange wie möglich oberhalb dieser Grenze zu halten. Das bedeutet, dass wir nicht versuchen – zumindest zum jetzigen
Zeitpunkt noch nicht – die Lebenserwartung zu verlängern, sondern der Gebrechlichkeit und der Krankheit so kurz wie möglich zu gestalten. Daher auch die Bezeichnung „Krankheitskompression“. Die Leute sollen also nicht unbedingt älter, aber sicherlich länger gesund und vital bleiben. Das ist Anti-Aging Medizin!
Anti-Aging ist das Schlagwort unserer Zeit sie lockt mit ewiger Jugend; welche Methode empfehlen Sie? Gibt es Gesundheitsrisiken?
Beim Anti-Aging kann man nicht generell eine Methode oder einen Therapieansatz empfehlen, da jeder Mensch grundsätzlich individuell ist. Nehmen wir z.B. an, dass wir einen Raucher vor uns haben, dann ist es naheliegend, dass man versucht ihm klar zu machen, dass Rauchen schlecht ist für den Alterungsprozess. Bei einer solchen Person beginnt man zunächst mit der Veränderung der Lebensumstände. Haben wir aber einen „perfekten“ Menschen vor uns, der keine Laster hat, sich gesund ernährt und sich ausreichend bewegt, dann gibt es trotzdem noch Faktoren, die sich mit zunehmendem Alter verändern und sich ungünstig auf den Gesundheitszustand auswirken und NICHT durch die Lebensumstände beeinflusst werden können. Wir haben es in einem solchen Fall mit weitaus komplexeren Therapieschemata zu tun. Nehmen Sie als Beispiel den Hormonstatus von Mann und Frau. Wir alle wissen ja, dass sich dieser unabhängig von den Lebensumständen verändert. Ein weiterer Faktor der sich unabhängig von den Lebensumständen verändert, ist die Produktion von Nebenprodukten aus der Sauerstoffverbrennung (so genannte freie Radikale). Diese freien Radikale wirken äusserst zellschädigend und werden für verschiedenste Krankheiten verantwortlich gemacht. Sie sehen also, dass man sich in der Anti-Aging Medizin immer eines multifaktoriellen Ansatzes bedienen muss, um den Problemen gerecht zu werden. Es gibt potentiell krankmachende Veränderungen, denen man mit blossen Lebensstiländerungen begegnen kann, und es gibt Veränderungen, bei denen ein solcher Ansatz keinen Erfolg zeigt und die man daher nur durch Zugabe von Substanzen (z.B. Medikamente, Hormone, Vitamine oder Mineralstoff, usw.) beeinflussen kann.
Bezug nehmend auf Ihre zweite Frage muss man sagen, dass es grundsätzlich bei allem was man macht ein gewisses Gesundheitsrisikos gibt. Die Frage ist nur ob das Gesundheitsrisiko grösser ist als der Nutzen, den man aus einer aus einer bestimmten Tätigkeit ziehen kann. In der Medizin gibt es einen Grundsatz der besagt: „Primum non nocere.“ oder zu Deutsch: „In erster Linie sollst Du keinen Schaden anrichten.“ Für mich als Mediziner bedeutet das, dass ich mir bei jeder Therapie – und dies gilt im Besonderen für Anti-Aging Therapien – zuerst überlegen muss, was der potentielle Schaden und wo der potentielle Nutzen einer solchen Therapie liegen kann. Ist der Nutzen
aus meiner Sicht grösser, werde ich die Therapie empfehlen. Dies bedeutet aber noch nicht, dass der Patient die Therapie auch durchführen wird. Ich glaube, dass es heutzutage sehr wichtig ist, die Patienten offen über Nutzen und Risiken von Therapien zu informieren. Das abwägen potentieller Risiken ist nämlich immer eine individuelle Sache. Man sieht das sehr häufig bei Hormonersatztherapien nach der Menopause, wo Frauen das potentielle Risiko einer Krebserkrankung als viel bedeutender ansehen, als es für mich aufgrund der Studienlage gerechtfertigt wäre. Bei solchen Fragen spielen emotionale Faktoren eine entscheidende Rolle und ich fühle mich als Arzt verpflichtet, diesen Faktoren Rechnung zu tragen, unabhängig von meiner eigenen Einschätzung
der Situation.
Alle träumen vom gesunden und langen Leben. Wie soll man sich diesen Wunsch erfüllen? Gibt es ein Rezept dafür?
Gute Gene, das ist das beste Rezept das wir heutzutage kennen. Aber das kann man nicht selber beeinflussen (lacht). Das beste Rezept, das wir haben, und das auch bewiesenermassen lebensverlängernd wirkt, ist: WENIGER ESSEN.
Es gibt verschiedene Studien, die zeigen konnten, dass im Tierversuch eine Kalorienrestriktion zu einer Lebensverlängerung von 30-40% führt. Auf dem Menschen übertragen hiesse das, dass man nicht immer essen soll wenn man Lust hat, sondern nur dann, wenn man wirklich Hunger hat. Es ist aber heutzutage leider ein weit verbreitetes Übel, dass die Menschen hierzulande nicht mehr wissen was Hunger ist, sondern lediglich vom Lustprinzip getrieben werden. Die Quittung dieser Tatsache erhalten wir in Form eines stetig zunehmenden Anteils an Übergewichtigen innerhalb unserer Gesellschaft. Als kleine Orientierungshilfe für das eigene Gewicht möchte ich hier den BMI (Body Mass Index) erwähren. Der BMI gibt Auskunft darüber, ob man medizinisch ein erhöhtes Risiko hat, eine durch das eigene Körpergewicht verursachte Krankheit (z.B. Alterszucker) zu bekommen. Dieses Risiko ist immer dann erhöht, wenn der BMI über 25 ist (man kann seinen eigenen BMI ganz einfach auf der Seite www.reductip.ch berechnen lassen). Für alle, die lange gesund bleiben möchten, ist es daher ratsam, den BMI genau im Auge zu behalten.
Ausser dem BMI gibt es auch noch diätetische Massnahmen, die man treffen kann, um den Grundstein für ein möglichst langes und gesundes Leben zu legen. So hat man in einer grossen griechischen Studie zeigen können, dass die mediterrane Diät (d.h. viel Getreide und Kohlenhydrate, täglich Gemüse, Früchte und in variablen Mengen ungesättigte Fettsäuren, wenig Eier, Geflügel und Milchprodukte und fas gänzlicher Verzicht auf rotes Fleisch und Süssigkeiten) zu einer deutlichen Verminderung an Herz Kreislauferkrankungen führt und dadurch lebensverlängernd wirkt. Sie sehen also, dass sowohl Ernährung als auch Gewicht eine zentrale Rolle in der Lebenserwartung spielen.
Lässt sich die Uhr überhaupt zurückstellen oder ist das ganze Anti-Aging vielmehr ein Placeboeffekt?
Es gibt gewisse Veränderungen, von denen bekannt ist, dass sie reversibel sind. So weiss man z.B., dass die Osteoporose gebremst und die Knochendichte wieder gesteigert werden kann. Das gleiche gilt für die Kollagensynthese der Haut, die bei der postmenopausalen Frau aufgrund des Östrogenmangels dramatisch schnell verläuft und durch Östrogene auf eine einfache Art und Weise positiv beeinfluss werden kann. Dies sind nur Beispiele für eine Vielzahl heute bekannter Veränderungen, die wir rückgängig machen und dadurch eine signifikante Verbesserung der Lebensqualität erzielen können. Es ist jedoch nicht wegzudiskutieren das in gewissen Fällen lediglich ein Placeboeffekt stattfindet. Dies stört mich aber persönlich nicht besonders. Denn erstens sind Placeboeffekte in der Regel nicht andauernd. Die Patienten werden also relativ schnell herausfinden, ob die vermeintlich positive Veränderung tatsächlich aufgrund einer Verbesserung der körperlichen Situation erfolgte oder ob sie bloss ein Placeboeffekt ist. Und zweitens stört es mich auch nicht, wenn sich jemand aufgrund eines blossen Placeboeffektes wesentlich besser fühlt als vor der Therapie. Ich bin hier sehr pragmatisch. Ich muss nicht alles wissenschaftlich beweisen können – wiewohl ich auch manchmal froh wäre, wir könnten mehr wissenschaftlich belegen. Aber es ist nun mal eine Tatsache, dass viele Therapien in der Praxis eine durchaus berechtigte Rolle spielen, unabhängig von ihrem wissenschaftlichen Gehalt. Bei vermuteten Placeboeffekten muss man natürlich besonders kritisch gegenüber möglichen negativen Auswirkungen einer solchen Therapie sein. Es gilt hier noch mehr als sonst das oben bereits erwähnte Prinzip: „Primum non nocere“.
Gibt es eine subjektive oder eine objektive Verjüngung?
Es gibt beides. Subjektive und objektive Verjüngung gehen oft Hand in Hand.
Stimmt das, dass die Genetik nur cirka 30% Einfluss auf den Alterungsprozess hat. Also würde dass heissen, dass wir somit 70% beeinflussen können?
Bei der Schätzung nach dem Einfluss der Gene wäre ich sehr vorsichtig. Wir wissen im Grunde einfach noch zuwenig über die genaue Funktion der Gene um eine solche Frage abschliessend beantworten zu können. Zurzeit befasst man sich eigentlich mehr mit dem Thema „Epigenetik“ (d.h. was aus den Genen wird). Im Gegensatz zu den Genen, die ja eigentlich nur das Rohmodell vorgeben, zeigt uns die Epigenetik was aus den Genen entstehen kann. Das scheint viel entscheidender zu sein. Die Fragen, die wir uns dort stellen, sind: „Wie beinflussen wir die Übertragung eines Gens in ein reifes Protein, das tatsächlich in einer Zelle etwas bewirken kann?“ oder „Welche Wirkungen haben unterdrückende respektive verstärkende Gensequenzen auf die Expression einzelner Gene und damit auf den Zellmetabolismus und/oder auf die Entstehung entarteter, also krebsartiger Zellen?“ Das ist der Punkt wo man heutzutage versucht therapeutisch einzugreifen. Nehmen Sie z.B. einiige Zwillinge. Der eine wird übergewichtig, der andere nicht. Ist das nur alimentär bedingt oder hat der Übergewichtige eine Störung seiner Genexpression, also der Epigenetik? Solcherart Fragen interessieren uns. Darauf wüssten wir gerne eine Antwort.
Abgesehen davon scheint es mir wichtig zu sein, dass man so viel wie möglich versucht den eigenen Alterungsprozess durch einen adäquaten Lebensstil positiv zu beeinflussen. Denn abgesehen von den Genen, mit denen man geboren wurde, steht es ausser Frage, dass eine ganze Reihe altersbeschleunigender Prozesse durch die Umwelt und somit durch das eigene Verhalten gesteuert werden können. Die WHO hat den Alterungsprozess – also das „normale“ Altern – folgendermassen definiert: Der Alterungsprozess basiert auf universellen biologischen Veränderungen, die mit fortschreitender Zeitdauer auftreten und nicht durch Krankheiten oder Umweltfaktoren beeinflussbar sind. Den Prozess des Alterns aber – also den krankhaften Prozess, hat sie so definiert: Der Prozess des Alterns basiert auf Veränderungen, die stark durch Umwelteinflüsse, Lifestyle und Krankheiten beeinflusst werden. Letztere können selbst in Zusammenhang mit Alterungsprozessen stehen, oder durch Alterungsprozesse verändert werden, sind aber nicht durch Alterungsprozesse hervorgerufen.
Ist der Gesundheitszustand vererbbar?
Wie gesagt, die Gene spielen eine grosse Rolle, aber nicht die einzige.
Welche Massnahmen sollte der Mensch ergreifen um dem Altern vorzubeugen? Zählen sie mir vier auf.
Man sollte wenig essen (Kalorienrestriktion), einen gesunden Lebensstil pflegen, d.h. nur mässig viel Alkohol konsumieren, nicht rauchen und sich regelmässig körperlich betätigen. Man sollte ferner versuchen ein psychisches Gleichgewicht anzustreben und ab einem bestimmten Alter verschiedene Substanzen wie Vitamine und Mineralien zu sich nehmen.
Was würden Sie antworten wenn man Sie fragen würde wie alt sie sind; würden Sie Ihr chronologisches Alter (also das wirkliche Alter gemäss Passeintrag) oder Ihr biologisches Alter angeben?
Ich gebe natürlich immer mein das chronologisches Alter an.
Was ist das Spannendste an Ihrem Beruf?
Die intellektuelle Herauforderung eine optimale Therapie zu liefern.Was begegnen Sie am meisten in Ihrem beruflichen Alltag?
Menschen die abnehmen wollen, natürlich (und lacht). Bezogen auf die Ängste der Patienten höre ich häufig von Frauen den Satz, dass sie nicht so werden wollen wie ihre Mutter. Aber sonst sind die Sorgen oder Freuden, die bei mir geäussert werden nicht anders, als an jedem anderen Ort. Sie sind zeitabhängig und zurzeit spürt man die ungünstige wirtschaftliche Lage und die daraus resultierenden seelischen Belastungen. Diese wirken sich ja bekanntermassen häufig negativ auf das Körpergewicht aus.
Wie würden sie Schönheit definieren? Oder besser was ist für Sie Schönheit?
Schönheit? Das habe ich mir schon lange nicht mehr überlegt.... Ich finde Perfektion ist etwas Schönes. Perfektion ist etwas ohne Kanten, etwas Harmonisches.
Bezogen auf den Körper würde ich sagen, dass ein schöner Körper für den Träger eines solchen ein Körper ist, in dem er sich wohl fühlt und zu dem er in seiner Gesamtheit stehen kann. Diese Aussage gilt unabhängig vom Gesundheitszustand. Das bedeutet nicht unbedingt, dass ich einen solchen Körper auch als schön empfinden muss. Ich glaube ich finde das schön, was 99,9% der Menschheit auch schön findet, nämlich das völlig Normale.
Grundsätzlich ist das aber eine Frage, die in meinem Alltag praktisch keine Rolle spielt. Wissen sie, wenn man soviel mit dem Thema „Schönheit“ zu tun hat wie ich, dann lernt man so viele unterschiedliche Facetten davon kennen, dass der Begriff „Schönheit“ viel von seiner Absolutheit verliert. Welche Altersgruppen kommen am meisten zu Ihnen?
Bei der Gewichtsreduktion sehen wir am meisten Leute zwischen dem 35. und 55. Lebensjahr. Beim Anti-Aging ist die Altersgruppe naturgemäss ein bisschen höher. Bei den Frauen beginnt das so ab dem 45. Lebensjahr, bei den Männern meist ab dem 55. Lebensjahr. Bei der ästhetischen Dermatologie haben wir auch sehr viele junge Frauen. Die Altersgruppe bewegt sich dort zwischen 20 und 55 Jahren.
Mehr Männer oder mehr Frauen?
4 :1 ...mehr Frauen.![]()
Bezug auf Ihre Persönlichkeit
Welches ist ihr schönster Charakterfehler?
Ob er schön ist, weiss ich nicht. Ich denke ich bin zu wenig misstrauisch und erwarte grundsätzlich zu viel Positives von den Mitmenschen.
Wer war in der Medizingeschichte und der Geschichte im Allgemeinen nicht wegzudenken?
Für die Medizin sind es wohl Virchov (Pathologe) und Pasteur, die uns am meisten beeinflusst haben. Aus der neueren Zeit wären wohl Wattson und Crick (haben die Doppelhelix der Erbsubstanz entdeckt) zu nennen. Vom philosophischen Standpunkt aus, bin ich der Ansicht, dass die alten Griechen – und da insbesondere natürlich Platon – unser Denken am nachhaltigsten geprägt haben. Allgemein betrachtet sind es natürlich die verschiedenen Religionsführer, wie Jesus, Mohammed, Buddha oder Konfuzius, die aus der Geschichte nicht wegzudenken sind.
Auf wen hätte die Medizin getrost verzichten können?
Auf die meisten oder aber auf keinen.
Welche drei Erfindungen sind für Sie persönlich nicht mehr weg zu denken, aus ihrem Leben?
Computer, Moderne Medizin, Telefon.![]()
Herr Dr. Davis, wir danken Ihnen herzlich für das Interview.