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Christian Larsen
Seegemeinden an der Goldküste

INTERVIEW MIT HERR CHRISTIAN LARSEN

Christian LarsenPersönlicher Bezug zur Goldküste

Wie lange leben Sie schon in Männedorf?
Seit zwei Jahren.

Wenn Sie nicht in Männedorf geboren sind, was hat Sie in diese Gegend gebracht?
Meine Frau Claudia. Wir wohnten zuerst in Bern, wo ich am Spital arbeitete und später praktizierte. Aber Claudia hatte immer so Sehnsucht nach Zürich, dass wir uns entschieden, wieder in ihre Heimat zu ziehen.

Das rechte Zürichsee Ufer ist auch als Goldküste bekannt. Seit wann existiert für Sie dieser Begriff?
Schon sehr lange! Er ist zur klaren geographischen Bezeichnung geworden.

Woher stammt diese Bezeichnung und weshalb nennt man gerade das rechte Zürichsee Ufer so?
Dafür gibt es zwei Gründe: Die Südhanglage mit goldenem Abendlicht und das dicke Portemonnaie vieler Goldküsten Bewohner.

Welches sind die attraktivsten Plätze für Sie persönlich in Männedorf und am rechten Zürichsee Ufer?
Am wohlsten fühle ich mich zu Hause. Dann kommt gleich der See mit Hafen, Badestränden, Restaurants, Open-Air-Kino und all seinen Events.

Wie viele Gehminuten brauchen Sie von zu Hause bis zum nächsten für Sie zugänglichen Platz am Zürichsee?
Vier Minuten.

Wie nutzen Sie die spezielle Sport- und Infrastruktur in Männedorf und an der Goldküste?
Unsere Kinder sind richtige Wasserratten. Sie geniessen im Sommer das Strandbad und im Winter das Hallenbad. Der Segeltörn auf dem Zürichsee ist ein seltenes Vergnügen, wenn wir von Freunden eingeladen werden. Den Tauchgang habe ich bisher noch nicht gewagt. Umso mehr geniesse ich immer wieder den Blick auf den See, das Hier und das Jetzt.

Gibt es spezielle Produkte dieser Region, die sie besonders gerne nutzen?
Meine Favoriten: Das Open Air Cinema in Zürich und das Jazz Festival in Meilen. Dazu unzählige kulturelle Veranstaltungen, die mir als Exil-Basler die Möglichkeit bieten, die Menschen meiner neuen Heimat kennen zu lernen.

Bezug auf Ihre Tätigkeit

Mit drei Jahren wollen Jungen in der Regel Lokomotivführer oder Pilot werden. Was war Ihr Traum damals?
Mit zweieinhalb Jahren wusste ich, dass ich Arzt werden möchte. Ich komme nicht aus einer Arztfamilie, aber  die innere Gewissheit war immer schon da. Es steckt einfach in mir.

Sie sind Leiter des medizinisch therapeutischen Instituts für Spiraldynamik® an der Privatklinik Bethanien in Zürich. Wie lautet die Definition der Spiraldynamik in ihren eigenen Prosa Worten?
Spiraldynamik ist lernbare Bewegungsintelligenz. Bandscheiben-, Meniskus- und Fussprobleme haben neben Veranlagung definierbare Ursachen wie zum Beispiel chronische Fehlbelastung. Probleme zu analysieren und durch intelligente Bewegung zu lösen – möglichst ohne Kortison und ohne Operation – ist meine Hauptaufgabe als Arzt.

Was ist das spannendste an Ihrem Beruf?
Ich habe eine halbe bis ganze Stunde Zeit pro Patient. So kann ich wirklich Arzt sein, gründlich untersuchen und Patienten kompetent beraten. Zudem habe ich das Privileg, mit engagierten und eigenverantwortlichen Patienten zusammen zu arbeiten. Internationale Lehr- und Autorentätigkeit sorgen für neue Herausforderungen.

Sie haben 2002 den SNE-Förderpreis für die Verbindung von Schulmedizin und Naturheilkunde bekommen. Wofür genau hat die Stiftung für Naturheilkunde und Erfahrungsmedizin diesen an Sie verliehen?Ausgezeichnet wurde unsere Kompetenz, die Errungenschaften der Schulmedizin mit den nicht-operativen Behandlungsmethoden der Spiraldynamik® gezielt zu kombinieren. Ausgezeichnet wurde zudem unser präventiv-medizinisches Engagement, zum Beispiel die Kinder-Fussschule. Hier lernen schon kleine Kinder zusammen mit ihren Müttern oder Vätern, richtig auf die Füsse zu stehen, richtig laufen zu lernen. Knickfüsse bei Kleinkindern sind völlig normal, Knickfüsse bei Schulkindern sind es nicht mehr und wachsen sich auch nicht mehr zu Recht, wie neuste Studien zeigen! Wer in jungen Jahren lernt, richtig auf eigenen Füssen zu stehen, geht selbstbewusster durchs Leben.

Sie haben das Konzept der Spiraldynamik zusammen mit Yolande Deswarte, Physiotherapeutin in Paris, vor über 20 Jahren entwickelt. Welche Rolle spielte Yolande Deswarte damals und heute in Ihrem Leben?
Damals wie heute sind wir Freunde und Partner. Damals stand die Erforschung des Bewegungssystems im Vordergrund: Endlose Nächte mit heftigen Diskussionen und gewagten Modellbauten. Heute geht es um die medizinisch-therapeutische Umsetzung und Verbreitung. Inzwischen haben 1500 Berufsfachleute eine Zusatzausbildung in Spiraldynamik abgeschlossen.

Angenommen, jemand interessiert sich für die Spiraldynamik. Welches sind die ersten einfachen Schritte, um damit professionell in Verbindung zu treten?
Bei medizinischen Problemen oder bevorstehender Operation empfiehlt sich der Gang zum Arzt. Bei präventivem Interesse gibt es in Zürich Tageskurse  zu fast allen Körperbereichen. In diesen Kursen wird die „Gebrauchsanweisung“ für den eigenen Körper vermittelt. Bewegungsintelligenz wird so erlebbar und lernbar. Informationen geben Vorträge, Bücher oder die Website www.spiraldynamik.com mit kostenlosem E-Newsletter, der Interessierte mit Kurzinformationen auf dem Laufenden hält.

Bezug auf Ihre Persönlichkeit

Welcher ist ihr schönster Charakterfehler?
Ich versuche immer wieder, das Unmögliche möglich zu machen.

Wer war in der Medizingeschichte nicht wegzudenken?
Da müsst ich ein lange Reihe berühmter und weniger bekannter Persönlichkeiten aufzählen. Am meisten inspiriert hat mich Hippokrates, in dessen Namen jeder Arzt sich für die Interessen und Rechte seiner Patienten einsetzt - oder dies zumindest sollte.

Auf wen hätte die Medizin getrost verzichten können?
Auf geklonte Schafe vom Typ Dolly. Und auf Ärzte, die mehr Medikamente verordnen als zwingend notwendig sind.

Welche drei Erfindungen waren für Sie persönlich Bahnbrechend nicht mehr weg zu denken, aus ihrem Leben?
Das Internet, die Entdeckung der Spiraldynamik und ein guter Wein.

Würden Sie uns nach dem Interview ihr Geheimrezept in Sachen Küche verraten?
Ich habe mich in Alaska während Monaten von Fisch und Heidelbeeren ernährt und gelernt, Fisch in der freien Wildnis auf zwanzig verschiedene Arten zuzubereiten. Mein Geheimtipp heute: Wildlachs im Niedertemperatur-Grill.

Christian Larsen, wir danken Ihnen herzlich für das Interview! Möchten Sie uns noch etwas mitteilen?
Als Exil-Basler in Zürich habe ich in Männedorf eine Heimat gefunden. Darüber freue ich mich.




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