
Der Wulphügel wurde in mehreren Ausgrabungen erforscht, wobei deutlich drei Bauetappen unterschieden werden konnten. Die Bronze- und nachfolgende Römerzeit können nur durch Kleinfunde nachgewiesen werden. Die ersten Gebäudespuren datieren aus dem 11. Jahrhundert. Aus der Mitte der späteren erweiterten Burganlage ragte ein mächtiger, quadratischer Bergfried empor. Das heute noch gut erhaltende Fundament weist eine Kantenlänge von 9 Meter und eine Mauerstärke von 3 Meter.
Lange zeit wurde angenommen, dass die Wulp, eine feste der Regensberger, um 1267 in den sog Regensberger Fehden, von den Zürchern unter der Führung von Rudolf von Habsburg erobert und zerstört worden sei. Die neusten Grabungen zeigen aber, dass die Zerstörung wahrscheinlich nicht stattgefunden hat, sondern dass die letzte Bauetappe nie vollendet wurde und die Burg als unfertige Bauruine die Zeit überdauerte.
Im Ortsmuseum von Kuesnacht erfährt man mehr über diese Burg. Kinder können sich als Burgfräuleins und Ritter verkleiden, mit Nachbildungen von Fundgegenständen spielen und so mit der Geschichte auf unkomplizierte Art in Berührung kommen. mehr >>
Wegbeschreibung:
Tobelaufwärts weist ein Wegweiser zur Burgruine Wulp. Ein steil ansteigender Zickzack-Weg führt in 10 Minuten zu dem auf dem Talsporn liegenden Burgplatz.