
Fliessgewässer weisen eine Arten- und formenreiche Algenflora auf. Neben Einzelzellen oder durch Gallerten verbundene Kolonien gibt es auch fädig wachsende Arten oder solche mit einem flächigen Wuchs (Thallus). Hingegen fehlen stets Blüten, eigentliche Gewebe und Wurzeln, wie sie bei den höheren Wasserpflanzen vorkommen. Durch die unterschiedliche Zusammensetzung der Pigmente, welche für die Photosynthese benötigt werden, unterscheiden sich die verschiedenen Algenklassen in ihrer Farbgebung und können dadurch mit roter, brauner, gelblicher, grüner oder blau-grüner Farbe in Erscheinung treten.
Durch ihr Wachstum entziehen Algen dem Fliessgewässer Nährstoffe und bilden Biomasse, welche als Nahrungsgrundlage für die tierischen Kleinlebewesen dient. Unter den Algen haben sich die Kieselalgen als sehr gute Bioindikatoren erwiesen, weil sie arten- und individuenreich in allen Gewässertypen und zu jeder Jahreszeit vorkommen und ihre Umweltansprüche meist gut bekannt sind. Ihre schachtelähnlichen Aussenskelette aus glasartiger Substanz tragen die Bestimmungsmerkmale und können in präparierter Form über Jahrzehnte konserviert werden.
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Quelle: BUWAL Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft |