
Die Qualität des zum Brauen verwendeten Wassers ist wesentlich für die Qualität des Bieres. Die meisten Brauereien vertrauen hierbei auf tiefe Brunnen oder benutzen reines Quellwasser. Andere Brauereien machen kein Geheimnis daraus, dass ihnen die hervorragende Qualität unseres Leitungswassers für ihr Bier gerade recht ist. Wie Mineralwasser wird die Trinkwasserqualität des Brauwassers mehrmals pro Jahr einer gesetzlich geregelten Prüfung von staatlicher Seite unterzogen. Vor dem Brauvorgang wird das Wasser aufbereitet, entkalkt und entsprechend dem gewünschten Härtegrad eingestellt. Der Härtegrad des Wassers ist für eine gute Gärung und somit für wohlschmeckendes Bier entscheidend. Als Grundregel gilt: Stark gehopfte Pilsbiere gelingen mit relativ weichem Wasser am besten. Weiches Wasser begünstigt die Ausscheidung von Eiweiss beim Kochen der Würze und verhindert, dass sich zu viele Bitterstoffe aus dem Hopfen lösen. Im Gegensatz dazu kann das im süddeutschen Raum verbreitete Exportbier mit etwas härterem Wasser gebraut werden. Darüber hinaus wird für den Brauprozess weit mehr Wasser benötigt. Allein für Reinigungsvorgänge, Ausspülen von Tanks, Schläuchen und Armaturen sowie Kühlung rechnete man früher pro Hektoliter Bier mit einem zusätzlichen Wasserverbrauch von etwa 25 Hektolitern Frischwasser. Heute liegt diese Zahl wesentlich niedriger, bei fünf bis neun Hektolitern.
Quelle: wissen.de GmbH