
Zum Tiefen Graben in Jona
Kurz vor dem Jahre 1802 liess Johann Ulrich Helbling, Grossrat und späterer Stadtammann von Rapperswil, der bereits das Rebgut an den „Halden“ besass, das Landhaus „Zum Tiefen Graben“ im Gubel errichten. Das schmucke Landhaus mit seinem grosszügigen Garten am See ist seit 1856 im Besitz der Familie Brändlin und ist heute noch im Besitz der Nachkommen. In neuerer Zeit ersetzte ein Wohntrakt die ehemals nördlich angebaute Scheune.
Das Gebäude steht achsensymmetrisch in einer Gartenanlage, die zum See hin mit Eckpavillons und Geländebrüstung über Mauerabsatz schliesst. Die beiden Vollgeschosse über rudimentärem Erdgeschoss weisen vier auf drei Fensterachsen auf. Das französische Mansardendach ist dicht besetzt mit Giebellukarnen. Über den Fenstern der Beletage liegen waagerechte Verdachungen. Der Eingang liegt auf der Ostseite über eine doppelläufiger Freitreppe mit Schmiedeisengeländer. Darunter ist ein Hundehaus mit der Jahreszahl 1828. Am Gartenportal ist ein schönes schmiedeisernes Louis-XVI-Gitter mit bekrönender Henkelvase. Die Gartenpavillons über quadratischem Grundriss mit geschweiftem Zeltdach sind parkseitig geöffnet und in der Ecke durch deine toskanische Säule abgestützt.
Im Salon ist eine jüngstentdeckte Wandmalerei der Biedermeierzeit: Auf grüner Fläche sind zwei hochrechteckige Rankenrahmen mit je einem blumenpflückenden Mädchen in weissem Hemdchen. Vielleicht von David Alois Schmid erstellt. Seitlich zwei weisse Biedermeieröfen. An die später hier wohnende Familie Brändlin erinnern vier unsignierte Porträts.![]()
Landsitz – Die Schipf in Herrliberg
Das am See an der Grenze zu Erlenbach gelegene Landgut Schipf sowie die Weiler Busenhard, Grüt, Habüel, Rain und Sellholz reichen ebenfalls ins Hoch- oder Spätmittelalter zurück. In dieser Zeit erfolgt eine Erweiterung der Landwirtschaft durch das Aufblühen des Weinbaus.
Bis 1836 die Seestrasse entsteht, schlängelt sich am steilen Ufer nur ein schmaler Pilgerweg. Neben dem Wasserweg stellt die alte Landstrasse die Verbindung zwischen den Seegemeinden dar, die vom Winkel in Erlenbach quer durch die Landgüter Mariahalde und Schipf zum Grüt und Busenhard (heute u.a. Gemeindezentrum Vogtei) nach Tächliswil empor und entlang der heutigen Alten Dorfstrasse hinunter zum See führt.
Die Schipf verfuegt ueber einen grossen Weinkeller und den prächtigen Festsaal.
Buchtipp: Meyenburg von, Hans Die Schipf in Herrliberg, Chronik eines Landgutes am Zürichsee 1957 Schipf, Herrliberg.![]()
Landsitz – Kleiner Zieglerhof
Der „kleine Zieglerhof“ ist in Privatbesitz und liegt am östlichen Rand des Ortskernes von Männedorf und bildet zusammen mit dem Zieglerhof und dessen Nebengebäuden ein wertvolles Ensemble. Das Gebäude steht traufständig an der Dorfgasse, der Garten auf der Südseite reicht bis zur Seestrasse.
1787 wurde das ganze Landgut von einem Enkel Jakob Christoph Zieglers für 17'000 Gulden an den Adjutanten und Landrichter Gerold Zuppinger verkauft. 1806 eröffnete Caspar Fierz im „kleinen Zieglerhof“ eine Privatschule mit 18 Schülern, die bald einen guten Ruf genoss und 1810 bereits 46 Schüler zählte. Für auswärtige Schüler wurde ein Internat eingerichtet. An den klassizistischen Umbau, der in diesem Zusammenhang stattfand, erinnert heute noch die Jahrzahl 1809 über dem Portal.
Der kleine Zieglerhof finden Sie an der Dorfstrasse 76 in Männedorf.![]()
Zieglerhof, herrschaftliches barockes Landhaus
Der sich in Privatbesitz befindende Zieglerhof wurde 1729 für Hauptmann Jakob Christoph Ziegler und dessen Bruder, den Ratsherrn Leonhard Ziegler erbaut. Zum Hof gehörten mehrere Nebengebäude, so ein Trottenhaus, eine Scheune und ein Lehenhaus, das heute „kleiner Zieglerhof“ genannt wird. Es ist nicht ausgeschlossen, dass dieses Lehenhaus bereits vor dem Bau des Hauptgebäudes bestanden hat.
1787 wurde das ganze Landgut von einem Enkel Jakob Christoph Zieglers für 17'000 Gulden an den Adjutanten und Landrichter Gerold Zuppinger verkauft. 1872 kam das Herrschaftshaus in den Besitz der Industriellenfamilie Spörry.
Der Zieglerhof liegt am östlichen Rand des Ortskernes von Männedorf und bildet zusammen mit dem sog. Kleinen Zieglerhof und einem langestreckten Ökonomiegebäude ein wertvolles Ensemble. Das Gebäude steht traufständig zwischen der Seestrasse und der Dorfgasse. Im Norden und Osten erstreckt sich eine erhaltenswerte Grünfläche.
Der Zieglerhof finden Sie an der Seestrasse 233 in 8708 Männedorf.![]()
Landsitz - Seegubel
Das imposante Landhaus „Seegubel“ ist mittlerweile 360 Jahre alt und wird über eine wunderschöne Allee von der Seestrasse her erreicht. Der Seegubel war um die Jahrhundertwende eine chemische Fabrik; heute noch zeugt der kleine Hafen vom Anlieferungsweg der Rohstoffe die damals für die Verarbeitung gebraucht wurden. Die damaligen Bauten, die der Produktion von chemischen Produkten dienten (mit grossem Kamin) zwischen dem eigentlichen Haus und dem Garten wurden mittlerweile abgerissen. Heute ergibt diese Fläche ein schmucker Garten, welcher bis zur Seegrenze reicht. Seit den späten 80-er Jahren steht das 14-Zimmer Haus unter Denkmalschutz und ist in Familienbesitz.