
Das Gelingen eines Festes hängt im wesentlichen von der Zusammensetzung der Gäste ab. Das gilt sowohl für eine Party im kleinen Kreis als auch für ein Fest in grossem Stil. Bei einer grossen Runde kann sich die Gästemischung vielfältig zusammensetzen, aus jungen, alten, spiessigen, exzentrischen, konservativen und progressiven Menschen.
In einem kleinen Kreis dagegen muss die Zusammensetzung schon genauer geplant werden. Welcher Gast mit wem harmoniert und gleiche Interessensgebiete hat. So kann ein Gast mit einer extremen politischen Position unter Umständen eine Party in unangenehme Bahnen lenken, aber auch ein humorvoller Mensch, der sich mit seinen Kalauern ständig in Szene setzen will, trägt nicht unbedingt zu einem unterhaltsamen Abend bei. Eine witzige, geistvolle Unterhaltung kann lustiger, entspannender und amüsanter sein als eine pathetische Konversation.
Als Gastgeber hat man die Möglichkeit die Konversation zu lenken. So sollten Themen über Krankheit, Tod, Politik und Kirche möglichst tabu bleiben, sie können für Konfliktstoff sorgen oder sind traurige Stimmungskiller. Dagegen ist ein bisschen Klatsch immer amüsant. Denn solange Menschen in der Gesellschaft leben interessieren sie sich auch füreinander, mit dem Ergebnis, dass sie auch übereinander reden. Nimmt das Gerede allerdings negative Ausmasse an, dann ist rechtzeitig einzugreifen um den Gesprächsverlauf in eine andere Richtung zu lenken. Themenbereiche wie Sport, Theater, Musik, Kunst, Literatur, Sendungen oder Hobbys basieren auf breitem Interesse und werden immer gerne als Gesprächsstoff aufgenommen. Vor einem Fest ist es ratsam, sich schon vorher zu überlegen welche Themenbereiche allgemein interessieren könnten, um den Verlauf in Schwung zu halten. Vielleicht ist ein Gast darunter, mit einem beachtenswerten Hobby oder Beruf, der gerne spannendes darüber berichtet.
Bei einem gesetzten Essen an einem schmalen langen oder sehr grossen Tisch, ist ein gemeinsames Thema kaum möglich. Der Gesprächskreis ist hier eingegrenzt, Unterhaltungsmöglichkeiten bestehen nur mit den Nachbarn zur rechten und zur linken Seite, bei einem sehr schmalen Tisch vielleicht noch mit dem Gegenüber. Deswegen ist eine Tischordnung unbedingt erforderlich, um Leute nebeneinander so zu platzieren, dass sie miteinander harmonieren und kommunizieren können. Es werden bei einer geselligen Runde immer genügend kluge Menschen dabei sein, die etwas dazu beitragen, dass der Abend zu einem Erfolg wird.