
Die frühesten Aufzeichnungen über das Bierbrauen sind bei den Sumerern zu finden. Ihre Keilschriften geben uns heute Einblicke in den Alltag des frühgeschichtlichen Volkes und dessen Braukultur. Die sumerischen Braumeister backten Fladen aus dem Urgetreide Emmer und Gerste, legten diese in Wasser und liessen die so entstandene "Würze" gären. Immerhin brauten sie auf diese Art, gewürzt mit Zimt, Honig und anderen Gewürzen, schon verschiedene Biersorten: süsse Biere für die Damen, eher bittere Biere für die Männer. Bier war damals Teil der täglichen Nahrung und die Versorgung der Bevölkerung genau geregelt. Je nach Standeszugehörigkeit hatten die Sumerer Anspruch auf das "täglich Bier", auch Dienstleistungen bezahlte man mit Bier und Brot.
Über die alten Ägypter gelangte das Wissen, Bier zu brauen, bis zu den griechischen Frühkulturen. Während der Antike spielte Bier im Mittelmeerraum eine wichtige Rolle, bis sich schliesslich in vielen Landstrichen aufgrund der günstigen klimatischen Verhältnisse der Weinanbau durchsetzte. Der Fund von Bieramphoren aus der Zeit um 800 v. Chr. in der Nähe von Kulmbach stellt den ältesten Nachweis von Bier auf deutschem Boden dar. Um die Zeitwende gehörte die Bierherstellung zum Alltag in den meisten germanischen Stämmen.
Quelle: wissen.de GmbH