
Der Begriff “Eutonie”, abgeleitet aus den griechischen Wurzeln “eu” – wohl, gut, harmonisch und “tonos” – Spannung, bedeutet Spannkraft, Elastizität, Wohlspannung.
Die Basis der Eutonie ist das aufmerksame Spüren und das bewusste Wahrnehmen des eigenen Körpers in Ruhe und Bewegung. Mit einfachen Übungen kann die Tonusanpassung erlernt und im Alltag angewendet werden. Zu den Besonderheiten der Eutonie gehört das Bewusstmachen der verschiedenen Körperstrukturen wie Haut, Muskeln, anderen weichen Geweben und Knochen. Das Erleben des Skeletts als fester Struktur, die das Gewicht trägt, entlastet die Muskulatur. Dies führt zu einer aufrechten, freien Haltung und zu organischen und harmonischen Bewegungen. Die tiefgehende Wirkung der Eutonie zeigt sich in einer Verbesserung der neurovegetativen Funktionen (u.a. Kreislauf, Atmung), in der Geschmeidigkeit der Muskulatur, der Beweglichkeit der Gelenke, einer natürlichen Aufrichtung, Leichtigkeit und Bewegungsfreiheit. Durch die enge Verbindung des Muskeltonus mit der Psyche werden auch psychische Spannungen oder Fixierungen berührt und aufgelöst.