
Sauerstoff- und Temperaturprofile
Im März 2002 befand sich der Zürichsee noch in der Zirkulationsphase. Dabei wurde sauerstoffreiches Wasser von der Oberfläche in die tiefen Wasserschichten eingemischt. Zu Beginn der Stagnationsphase im Mai wies der See bis in eine Tiefe von 90 m Sauerstoffkonzentrationen zwischen 8 und 12 mg O2/l auf. Darunter nahm der Sauerstoffgehalt bis zum Seegrund auf 2 mg O2/l ab. Hohe Algenbiomassen in den belichteten Wasserschichten führten im Juni zu einem Sauerstoffmaximum in einer Tiefe von 12 m. Darunter führte der Abbau von abgestorbener Algenbiomasse zu einer Zehrung der Sauerstoffvorräte. Das Qualitätsziel von 4 mg O2/l konnte deshalb in den Wasserschichten zwischen 20 und 30 m sowie über Seegrund teilweise nicht eingehalten werden.
Stickstoffbelastung der Seen
Zur Stickstoffbelastung der Seen tragen die natürliche Grundlast, gereinigtes Abwasser, Entlastungen aus dem Kanalsystem, diffuse Quellen aus der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung sowie atmosphärische Depositionen bei.
Bis Mitte der achtziger Jahre stieg der anorganische Stickstoffgehalt in den zürcherischen Seen stetig an. Seither ist der Stickstoffgehalt nicht mehr weiter angestiegen und nimmt in einigen Seen wieder ab. Wenig belastet sind der Zürichsee und der Türlersee. Der Stickstoffgehalt des Hüttnersees ist seit 6 Jahren ebenfalls auf einem ähnlich tiefen Niveau. Im Pfäffikersee lagen die mittleren Stickstoffkonzentrationen in den letzten Jahren leicht und im Greifensee deutlich über 1 mg N/l..
Quelle: BUWAL Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft