
Phytoplankton, Algen
Unter Phytoplankton versteht man im Wasser frei schwebende Algen. In dieser vielgestaltigen Gruppe kommen einzellige und mehrzellige, fädige Organismen sowie Zellkolonien vor. Einige davon können sich aktiv fortbewegen. Bei steigendem Sonnenstand, beginnender Schichtung des Wasserkörpers und hohen Nährstoffkonzentrationen setzt in produktiven Seen im Frühjahr ein explosionsartiges Wachstum der Algenpopulationen ein (Frühjahrsblüte). Algen fressende Zooplankter beginnen sich aufgrund des guten Nahrungsangebotes ebenfalls stark zu vermehren. Nach wenigen Wochen nimmt die Algenbiomasse durch die intensive Nahrungsaufnahme des Zooplanktons wieder ab. Der See durchläuft das Klarwasserstadium. Wegen fehlender Nahrung sterben nun auch Zooplankter ab, was erneut ein verstärktes Algenwachstum erlaubt. Dieses Wechselspiel kann sich im Sommer und Herbst noch mehrmals in abgeschwächter Form wiederholen. Sind in dieser Zeit genügend Nährstoffe vorhanden, können einzelne Algenarten innert wenigen Tagen sehr hohe Dichten erreichen. Diese Algenblüten sind bei Badegästen sehr unbeliebt und können auch für Fische ein Problem darstellen, da es Algenarten gibt, die toxische Substanzen ausscheiden können. Das Plankton des Zürichsees wird von der Wasserversorgung der Stadt Zürich (WVZ) untersucht. Das AWEL führt monatlich Untersuchungen am Greifen-, Pfäffiker-, Türler- und Hüttnersee durch. Für die Frischgewichtsbestimmung werden die Algen einer Mischprobe der Lichtdurchflutteten Wasserschichten unter dem Mikroskop bestimmt und gezählt. Aufgrund ihrer Anzahl und artspezifischen Grösse wird das mittlere Algenfrischgewicht der Probe berechnet. In den tieferen Wasserschichten reichen die Lichtverhältnisse für das Überleben der Algen nicht mehr aus. Deshalb wird dort nur noch absterbende oder tote Algenbiomasse gefunden, die in den Berechnungen nicht mitberücksichtigt wird.

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Quelle: BUWAL Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft